Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Hey, wo ist mein Eggman“ Episoden-Review

OT: Dude, Where’s My Eggman – Serien-Sonntag: Frischer Wind kommt rein: Dieses Mal stehen die Handlanger Eggmans im Mittelpunkt! Wie tragen sie wohl ihre erste Episode?

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Orbot und Cubot erwachen morgens in Eggmans Basis, ohne Erinnerung an die letzte Nacht. Zudem ist ihr Boss verschwunden! Die beiden machen sich auf, um die Spur des Doktors zurückzuverfolgen und herauszufinden, was in der Nacht davor und vor allem mit Dr. Eggman geschehen ist. Unterwegs treffen sie viele neue und alte Gesichter, die sie (mehr oder weniger) näher an die Wahrheit heranführen. Nach einigen Schritten erfahren sie endlich, dass Eggman hinter Gitter steckt. Nachdem sie versagen, die notwendige Kaution zu seiner Gefängnisentlassung zu sammeln, entschließen sie sich, ihn aus dem Knast freizusprengen, nur um festzustellen, dass der Doc bereits über alle Berge ist. Enttäuscht kehren sie in die Basis zurück, wo sie (im wahrsten Sinne des Wortes) von Dr Eggman überrascht werden und endlich die Wahrheit erfahren: Ihr Boss hat die beiden für sich selbst eine Überraschungsparty organisieren lassen – und danach ihre Erinnerungen an die Vorbereitung gelöscht, damit sie überrascht sind.

OrbCubHelden und Fokus der Episode sind dieses Mal, wie man bereits erahnen kann, Eggmans Roboterhelfer Orbot und Cubot. Diese schaffen es durch ihre relativ schwachen Persönlichkeit eher schwerlich, die Geschichte zu tragen, dazu sind die beiden Bots einfach nicht interessant genug. Deshalb stiehlt ihnen auch so gut wie jeder Nebencharakter, egal wie kurz der Auftritt, zumindest ein wenig die Show. Diese Szenen sind aber sehr nett und erweitern die einzelnen Charaktere liebevoll: Knuckles mit seiner verträumten Dösigkeit, Amy, die für gute (wenn auch fragwürdig sinnvolle) Zwecke Geld sammelt und Pullis strickt, oder Tails, der trotz der katastrophalen Performance der beiden Roboter noch gütig genug ist, um ihnen etwas Geld zu geben sind einfach schöne Momente, die die Welt mit ihren Charakteren bereichert. Dagegen schwächelt der Hauptplot durch die schwachen Hauptcharaktere etwas, das (recht seichte) Mysterium, der Grundstein des Plots, verliert etwas an Gewicht. Die Auflösung ist dabei wieder ein schöner (beinahe herzerwärmender) Moment für den Doktor, der eine nette und gleichzeitig recht grausame Überraschung für die beiden bereithält.

QuiekQuiekDer Humor in dieser Episode ist sehr wechselhaft, wahrscheinlich sogar die wechselhafteste bisher. Während die meisten Geschichten zuvor meist entweder Spaßbomben oder Langeweilehaufen mit nem guten Gag zwischendurch waren, so war der Humor in dieser Folge stark schwankend in seiner Qualität. Er reichte von großen Lachern wie die völlig überzogene Knuckles Traumsequenz (grandios verstärkt durch Roger Craig Smith’s Performance als ängstlicher Sonic) über einige kleinere Lacher und Schmunzler bis hin zu Szenen wie den dauerhaften Kaffeespucker Polizist, die wegen des kindlichen und/oder vorhersehbares Humors außerhalb des Publikums im Grundschulalter niemanden unterhalten werden. Natürlich kann man argumentieren, dass das auch die Hauptzielgruppe ist, und das stimmt natürlich – aber die Serie war bisher wirklich gut darin, Gags zu liefern, die von vielen Altersgruppen gleichzeitig genossen werden können, wodurch so etwas natürlich auffällt. Ist, wie erwähnt, aufgrund der Zielgruppe natürlich kein großer Kritikpunkt, etwas schade ist es aber trotzdem. Zudem fühlt sich der Charakterhumor der Hauptrollen durch die schwächere Charakterisierung der Roboprotagonisten etwas abgeschwächt an und fetzt nicht so wie in den üblichen Folgen, ist aber trotzdem noch recht ordentlich. Insgesamt werden aber dennoch eine schöne Zahl an guten Gags an Land geangelt. Die deutsche Version kann auch recht gut mithalten, ist aber nicht frei von den Dialogungereimtheiten und der inkonsistenten Synchronisation der Nebencharaktere, die unsere Fassung leider nicht selten plagen.

Trotz der evtl. etwas härter klingenden Kritik bin ich trotzdem noch positiv von der Episode überzeugt: Auch wenn die Hauptgeschichte zusammen mit den Protagonisten bis zur Auflösung etwas krankt, so machen die guten Gags und Charakterisierung der Nebencharaktere das alles fast schon wieder wett. Letztendlich erhält man bei dieser Episode eine eher gemischte Krabbelkiste mit vielerlei toller Momente, die sich nicht immer ganz rund in den Hauptplot zusammenfügen.

Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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