Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Fuzzy Puppy Buddies“ Episoden-Review

Serien-Sonntag: Ein neuer Trend geht um: Die Fuzzy Puppy Buddies! Können Amy und Eggman ihre Feindschaft unter der Liebe zum Hobby begraben?

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Inhalt

Amy ist völlig vernarrt in ihr neues Hobby: Die Sammelfigurenreihe Fuzzy Puppies! Da ihre Freunde ihre Leidenschaft aber alles andere als teilen, macht sie ein Treffen mit dem dörflichen Fanclub der Reihe aus. Zu dieser taucht völlig überraschend auch Eggman auf, der sich als waschechter Fan entpuppt. Von nun an führen sie ein Doppelleben: In Sonics Gegenwart erbitterte Feinde, doch privat sind sie die dicksten Fuzzy Puppy Buddies! Gleich zu Beginn der unerwarteten Freundschaft erfährt Amy, dass ihr neuer eierförmiger Kamerad die Figürchen nur sammelt und die Spielregeln selbst garnicht kennt. Das will sie schleunigst ändern! Der Doc findet Gefallen am Spiel (vor allem am Gewinnen..) und kann bald jedes Mitglied des Fanclubs schlagen – und schließlich auch seine Lehrerin. Die geheime Freundschaft der beiden bleibt aber nicht für immer verborgen. Amys restlicher Freundeskreis macht sich Sorgen, da sie sich immer öfter von ihnen abkapselt, und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Schnell entdecken sie, dass Eggman die pinke Igeldame besucht, und schreiten, einen Angriff vermutend, sofort ein. Amy gesteht jedoch, bevor die Situation
eskaliert, was vor sich geht, und informiert ihre Freunde, dass sie morgen mit Eggman zur Puppy-Con geht. Denen ist das Ganze nicht geheuer und beschließen, die beiden zu begleiten. Zunächst passiert nichts seltsames: Amy kauft neue Accessoires für ihre Hündchen, während Eggman versucht, eine seltene Figur in einem Tauschgeschäft ergattern zu können. Plötzlich rumort es dann aber draußen: Zwei Gestalten in Lightningbolt-Kutten lösen einen Steinrutsch aus! Schnell geht die Boom-Truppe zum Angriff über und bannen die Gefahr im Nu. Doch als sie zur Convention zurückkehren, hat Eggman nun den Hund und behauptet, er hätte ihn legitim getauscht. Da es keine Zeugen gibt, beschließt Amy, einen Wettstreit daraus zu machen: Gewinnt sie in dem Fuzzy Puppy Spiel, bekommt das Kind den Hund zurück, gewinnt Eggman, darf ihn behalten. Abgemacht: Die beiden spielen angestrengt und Eggman erlangt schließlich die Überhand, in der er, bösewichtstypisch, seinen bösen Plan enthüllt: Er hat Orbot und Cubot als Lightning Bolt Society-Mitglieder verkleidet und für Ablenkung sorgen lassen, um den Hund erhaschen zu können. Doch Amy hat ein Ass im Ärmel: Mit dem frischgekauften Accessoire boostet sie ihren Hund und gewinnt das Spiel. Eggman ist außer sich und will das Tier weiterhin für sich behalten, aber Amy droht ihm, die Freundschaft zu beenden, wenn er das wirklich täte. Eggman ist betroffen – und überreicht bedinungslos das Tier, damit er weiter mit der Igeldame befreundet sein kann.


Rezension

SchockierterEggmanDas Herzstück der Folge ist eindeutig die Freundschaft zwischen Amy und Eggman. Trotz ihrer Unterschiede bauen die beiden tatsächlich eine wirklich putzige Chemie auf, der man gerne zusieht. Eggman wird großartig als nerdiger und etwas weichlicher, aber trotzdem noch bösartiges Kind-im-Mann charakterisiert und auch Amy darf sich von ihrer Schokoladenseite zeigen, und beide zusammen spielen einfach niedlich voneinander ab. Der Höhepunkt ist aber das Ende: Als Eggman trotz der Abmachung seinen Hund nicht hergeben will, stellt Amy ihm ein Ultimatum: Entweder der Hund – oder die Freundschaft. Obwohl er sich mit der Figur aus dem Staub machen könnte, ist der Doctor mehr als aufgebracht und erschüttert und überreicht schließlich, ohne groß zu Zögern, die Figur, um das Band zwischen den beiden wahren zu können. Die Szene ist zwar kein Tränendrücker, aber doch ziemlich süß anzusehen, sodass Eggmans Entscheidung dem Zuschauer durchaus ein „Aaaaw“ entlocken kann und einen schönen Abschluss für die charakterbezogene Folge bietet. Aber auch die anderen Charaktere bleiben nicht außen vor: Als Amy den Tisch deckt und Tails vermutet, dass ein Date sein könne, wird Sonic extrem nervös, bevor er verzweifelt versucht, wieder auf cool zu machen. Auch ein netter Charaktermoment, der obendrein noch witzig ist.

RuffJokeApropos witzig: Im Spaßfaktor schlägt sich die Folge auch recht gut: Sticks und Knuckles entwischen der ein oder andere lustige Einzeiler, ansonsten werden wirklich nicht viele Witze
eingestreut. Humorlieferant ist stattdessen Eggmans Performance: Mike Pollocks nerdiges Gehabe und sein kleinkindliches Verhalten beim Brettspiel spielen kombiniert mit dem Bösewichtsdasein, dass er natürlich auch an den Tag legt, ist einfach lustig und sorgt damit durchgehend für Spaß. Auch das titelgebende Fuzzy Puppy Spiel kann die, die etwas Hintergrundwissen zu Spielen wie Yu-Gi-Oh! besitzen, gut unterhalten, da das kitschige Hundespiel auf die abstrusen Regeln und Situationen aus jenen Spielen nochmal eine Schippe draufschlägt und damit einen netten Seitenhieb verpasst.

Im Deutschen ist die Folge leider wieder mit Nervigkeiten übersät: „Tell me about it“ („Das kannst du laut sagen“) wird wortwörtlich mit „Erzähl doch mal“ übersetzt, was im Kontext des Dialogs absolut keinen Sinn ergibt, an einer Stelle redet Eggman so lange, dass Teile seines Dialogs von Musik übertönt werden. Eggmans Victoryflip (bei dem er das Brett, nun, umwirft) wird zum „Victorysieg“(?) und Knuckles‘ Hundewortwitz „Rough/Ruff“ wird stumpf mit „taff“ und ohne die Doppelbedeutung übersetzt (was dem Gag natürlich jede Pointe raubt). Und zu guter letzt bekommt die Lightning Bolt Society wieder mal einen neuen Titel verpasst…ist wirklich alles dabei.


Fazit

PupBuds„Fuzzy Puppy Buddies“ ist eine schöne Episode: Mal wieder gibt es eine
charakterbezogene Geschichte, bei der wir einen exzellenten Charakterquerschnitt bekommen, der nicht nur echt niedliche Momente mit sich bringt, sondern auch noch wirklich witzig sein kann. Zweifelsohne eine Folge, mit denen die meisten Zuschauer eine Freude haben werden.


Nächste Folge:

Eggman zwingt Team Sonic, ihn jeweils 1 gegen 1 zu bekämpfen – geht der Plan auf?

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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