Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Tag ohne Ende“ Episoden-Review

OT: Hedgehog Day – Serien-Sonntag: Stellt euch vor, ihr würdet jeden Tag aufwachen und immer den exakt gleichen Tag erleben – was würdet ihr tun? Und was, wenn es einem bösen Wissenschaftler passiert? Diese Episode klärt es!

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Inhalt

Ein neuer Tag, ein neuer Plan: Eggman steht in aller Frühe auf, um an einem neuen Plan zu werkeln. Nach gelungener Vorbereitung greift er seine Erzfeinde an – mit Folgen: Durch eine Reihe unglücklicher Ereignisse treffen sich die Strahlen seiner Superwaffe und lösen eine Zeitschleife aus, in der sich die Zeit immer wieder auflädt, bevor sie explodiert und Eggman an einen bestimmten Zeitpunkt zurückgesetzt wird. Zunächst sieht es der Eiermann positiv und benutzt die Wiederholungen, um an seinem Plan, Sonic zu fangen, zu feilen. Schließlich gelingt ihm das auch – nur um festzustellen, dass sein Sieg auch kurze Zeit später wieder zurückgesetzt wird. Prompt beschließt der Doc, dessen Leben nun keinen Sinn mehr hat, mit einer Maschine aus dem Kreislauf auszubrechen. Um diese zu bauen, braucht er allerdings die Hilfe seiner Rivalen, die ihm beim Bau und Transport der Maschine aushelfen müssen. Schritt für Schritt arbeitet sich Eggman, mit jedem Reset etwas zeiteffizienter, zur Fertigstellung des Apparats hin, bis er letztendlich siegreich hervorgeht und einen neuen Tag genießen kann.


Fazit
Dieses Mal gibt es wieder eine amüsante Episode, die durchweg unterhalten konnte!

BlitzelDie Idee der Episode basiert, wie man durch die Inhaltsangabe und den Titel der Episode schon erfährt, auf dem Film „Groundhog Day“ (dem deutschen Publikum unter „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bekannt), in dem sich der Hauptcharakter ebenfalls in einer ewig anhaltenden Zeitschleife wiederfindet. Während sich Filme solcher Art mehr mit der emotionalen Seite der Thematik beschäftigen, in der der Charakter sich selbst bessern muss, setzt Boom, auch wegen der kurzen Laufzeit, mehr auf den Humor, der aus solchen Szenarien hervorkommt. So kommt es von einer unterhaltsamen Situation zur nächsten, in der Eggman versucht, aus der unglaubwürdigen Situation zu entfliehen. Ist die Szene nicht lustig, so ist es wenigstens sehr cool anzuschauen, auf welche Arten Eggman versucht, Zeit zu sparen, damit seine Arbeit nicht durch den ‚Reset‘ flöten geht. Die kurze Laufzeit der Episode ist dabei sogar ein Plus: Durch die schnellen Schnitte zwischen den jeweilgen Szenen fühlt sich die Episode trotz des (logischerweise) repetiven Grundkonzept vor allem gegen Ende relativ rasant und fortschreitend an, Gags und lustige Dialogzeilen folgen schneller aufeinander, keine Sekunde fühlt sich wirklich verschwendet an und es wird nicht langweilig. Zugegeben, es gab nicht zu viele große Lacher (wobei auch hiervon natürlich auch ein paar Exemplare vorhanden sind), aber durch das interessant umgesetzte (wenn auch nicht originelle) Grundkonzept und die Vielzahl an kleineren Gags, die fast durchgänging auftauchen und oft auch hochgradig unterhaltsam sind, wird das fast schon wieder ausgeglichen. Öde wird es zumindest nie.

MathbuddiesAuch mit den Charakteren macht die Folge nichts weltbewegendes, hat aber auch einige Momente, die niedlich anzusehen sind. Dass er die Tagwiederholung ausnutzt, um Sonic zu fangen, und erst dann aus der Schlaufe entkommen will, als er durch den Reset seinen Triumph verliert, ist wieder typisch Eggman. Eine amüsante Charakterreaktion ist außerdem Orbots und Cubots völlig entgeistertes Keuchen, als ihr Boss seinen fabulösen Schnauzer abschneidet. Dass wir ein wenig mehr von der Welt sehen, zum Beispiel, dass es Videotheken mit Filmrollen zum Ausleihen gibt, ist auch immer ein Plus. Auch schön, wie jeder Charakter zur Lösung von dem Problem des Docs teilgenommen hat, je nach seinen Fähigkeiten: So darf Knuckles sein Bestes geben und schwere Objekte stemmen, während Amy ihre einfühlsame, psychologische Seite zeigt und Sticks wieder wild und rabiat ist – so hatten alle Charaktere ihren Platz, ohne sich irgendwie erzwungen anzufühlen, wie es bei manchen Episoden (vor allem mit Sticks) der Fall ist. Am niedlichsten war allerdings die Beziehung zwischen Eggman und Tails – dass die beiden einfach wie zwei Wissenschaftskumpel abhängen, nachdem Eggman ihm anbietet, dass sie zusammen einen Film schauen und dann etwas Mathe machen, ist einfach zu putzig.

Die deutsche Version übersetzt den englischen „Tank“ Wortwitz wortwörtlich, wodurch er den deutschen Zuschauer eher verwirrt als unterhält, und dann wären da wieder die üblichen, extrem schlampigen Synchropatzer: Zum einen hat Comedy Chimp wieder mal einen anderen Sprecher, zum anderen wird mitten in einer Szene ein komplett falscher Take eingespielt, der später in die Episode gehört – wie sowas durch die Qualitätskontrolle kommt, ist mehr als fragwürdig.

EggHug„Hedgehog Day“ ist eine gute Episode. Zwar gibt es nicht so viele große Gags, aber die enorme Anzahl an vielen kleinen Gags summiert sich wirklich, auch der nicht zu orginelle, aber gut umgesetze Plot trägt seinen Teil bei, abgerundet wird das alles mit ein paar echt netten Charaktermomenten und voilà- einfach eine runde, durchgängig unterhaltsame Episode, die man zwar vielleicht nicht Tag für Tag für Tag in der Wiederholung anschauen kann, aber zumindest einmal genossen werden sollte.


Nächste Folge:

In „Sleeping Giant“ geht es um einen Gigant – der NICHT schläft! Sonic und Co. müssen ihn zur Ruhe bringen, bevor er herumwütet und größeren Schaden anrichtet. Wie sie das schaffen erfahrt ihr nächste Woche!

Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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