Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: London 2012

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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: London 2012 (Wii) Review

Nun treten Sonic, Mario und ihre Freunde bereits zum dritten mal bei den Olympischen Spielen gegeneinander an. Der erste Wettkampf fand 2008 in Peking statt. 2009 nahmen die Helden am Wintersport in Vancouver teil, nun verschlägt es Mario, Sonic und Co. nach London.

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Autor: Hero

Noch bevor ihr 2012 die Olympischen Spiele in London live erlebt, steckt ihr mit den bekannten Mario-Figuren und Sonic-Charakteren schon mittendrin! Hierbei handelt es sich keineswegs um eine bloße Kopie des ersten „Mario & Sonic“-Titels: Neben leicht verbesserter Grafik und den 20 spielbaren Charaktere, die man bereits aus dem Vorgänger kennt, glänzt das Spiel nicht nur mit den großen Disziplinen des ersten Teils, sondern auch mit neuen Disziplinen wie z.B. Batminton, Synchronschwimmen, Diskuswerfen etc…. Hinzu kommen 10 Traumdisziplinen und ein Partymodus „London Party“, aber hierzu später mehr.

Bereits beim ersten Wettkampf fällt auf, dass sich die Disziplinen, die wir bereits aus dem ersten Teil kennen, wesentlich besser Steuern lassen. Ihr müsst also keine Furcht mehr haben, dass euch das Kabel des Nunchuks beim 100m-Sprint zum Verhängnis wird, da ihr das Nunchuk nun überhaupt nicht mehr benötigt. Auch bei neuen Disziplinen treten im Allgemeinen durch die einfache Steuerung keine Probleme auf. Zudem hat der Spieler die Möglichkeit vor jeder Disziplin auf Druck des Minusknopfs noch einmal einen Einblick in die Steuerung zu werfen. Der Schwierigkeitsgrad ist bei den Disziplinen etwas unterschiedlich. So spielt sich Batminton vergleichsweise leicht, da es hier eigentlich nur erforderlich ist, die Wii-Remote zum richtigen Zeitpunkt zu schwingen. Fußball hingegen gestaltet sich anfangs etwas unübersichtlich, da der Charakter aus der Mannschaft, den der Spieler steuert, automatisch wechselt, ohne dass die Kamera reagiert und ihr seht, wen ihr grade steuert. Um Anfänger und Profi gleichmaßen anzusprechen, bietet das Spiel auch 3 Schwierigkeitsstufen für die COM-Gegner, zwischen denen ihr nach Lust und Laune im Optionen-Menü oder direkt vor einer Disziplin wechseln könnt. Und nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an die Steuerung in den einzelnen Disziplinen. Unfair wird es nirgendwo.

Auch gibt es wieder 10 Traumdisziplinen, welche an unterschiedlichen Orten aus dem Mario- und Sonic-Universum stattfinden. Zum Beispiel Trampolinspringen in der „Crazy Gadget-Zone“ aus Sonic Adventure 2, bei der ihr schnell die eingeblendeten Tasten drücken müsst, um die vorgegebene Bewegung auszuführen. Im Gegensatz zu den Traumdisziplinen in „Mario und Sonic bei den Olympischen Winterspielen“ werden diese jedoch nicht durch Itemboxen und normale Sammelobjekte wie Ringe oder Münzen ergänzt, sondern spielen sich grundlegend anders als ihre Olympischen Vorbilder, wie z.B Traum-Weitsprung, welches sehr einem typischen Mario-Jumper ähnelt. Oft spielt ihr mit waagerecht gehaltener Wii-Remote, aber keine Sorge, das ist nicht wirklich schwieriger, reine Gewohnheitssache. Es gibt auch Traumdisziplinen, die nicht auf einer Olympischen Disziplin basieren, so gibt es beispielsweise eine Disziplin, bei der ihr durch den Weltraum fliegt und bestimmte Formationen ausführen müsst. Sämtliche Disziplinen lassen sich logischerweise auch im Multiplayer spielen. Bei einem Partyspiel wie diesem hier, sollte sowas auch nicht fehlen. Allerdings bleibt der Multiplayer-Modus lokal, online kann nicht gespielt werden.

Grafisch macht das Spiel eine gute Figur. Im Vergleich zu den Vorgängern hat sich am Detail der Figuren etwas getan. Außerdem wirken die Zuschauer nicht mehr so verpixelt. Die Ladezeiten sind auch, im Gegensatz zu denen bei „Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen“ sehr kurz. Die Menüs und die Olympischen Disziplinen werden von typischer Musik im Olympia-Stil begleitet. Zudem kann der Spieler wieder Musikstücke aus Mario- und Sonic-Spielen freischalten, genau wie Kleidung und Kostüme für das eigene Mii, welches sich neben den 20 Charakteren ebenfalls steuern lässt. Allerdings gibt es hier nicht so ein Währungssystem wie beim Vorgänger, stattdessen erhält der Spieler nach jeder abgeschlossenen Partie eine Art Loskärtchen, welches er dann im Menü „Bonusmodus“ einlösen kann, um Kleidung und Kostüme für das Mii sowie Musik aus den Mario- und Sonic-Spielen freizuschalten: Ihr „reibt“ von 6 Feldern zwei frei, und wenn ihr zweimal das gleiche Symbol erwischt, wird ein entsprechender Bonus freigeschaltet. Trifft man zwei unterschiedliche Bilder oder ein X, wird die Karte als Niete gewertet. Die Nieten lassen sich dann, je nach Kategorie in unterschiedlicher Anzahl, gegen die gewünschten Bonusinhalte eintauschen. Also macht man selbst mit Nieten Gewinn. Ein ganz nettes System, welches das vorherige Zahlungssystem auch relativ gut ersetzt. Miis könnt ihr dann nach Lust und Laune gestalten, d.h. mit Kostümen ausstatten, um ihre Wettkampfstatistiken zu ändern, die Soundtracks kann man dann im Menü auch für die Disziplinen einsetzen. Leider werden fast nur die Musik-Stücke freigeschaltet, die man bereits vom Vorgänger kennt, mit ein paar weiteren Stücken wie z.B. „Let the Speed Mend It“ aus „Sonic and the Secret Rings“.

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Einen weiteren Teil des Spiels stellt der „London Party“-Modus dar: Hier wählt ihr einen Charakter und spielt mit ihm gegen 3 Rivalen. Ihr startet in der Oberwelt London und trefft dort auf andere Charaktere, die euch dann eine bestimmte Herausforderung bieten, sei es eine Disziplin oder ein Bonusspiel. Letztere machen das Wort „Party“ in der Modus-Bezeichnung deutlich, da der Modus nun nichts mehr mit den Olympischen Spielen zu tun hat, sondern wirklich als Partyspiel bezeichnet werden kann. Manchmal fordert euch der Charakter, den ihr angesprochen habt, aber auch zu einem Wettkampf in einer Disziplin heraus. Nach jeder Herausforderung kehrt ihr auf die Oberwelt zurück. In bestimmten Zeitabständen findet auch ein Wettkampf in einer Disziplin statt, die ihr auswählt.

Je nach Aufforderung tretet ihr hin und wieder auch im Team an. Durch Erfolge bei den Herausforderungen und Disziplinen erhaltet ihr Aufkleber, welche ihr nach jedem Spiel in euer Album klebt. Ziel ist es, das Album als Erster voll zu haben. Je nachdem, wofür ihr euch zu Beginn entscheidet, müsst ihr 16, 32 oder 48 Sticker sammeln.Sobald einer alle Sticker hat, endet die „London Party“. Der Modus stellt eine Mischung aus dem Sportfest- und dem Partyspiel-Modus aus dem Vorgänger dar. Auch dieser Modus kann lokal im Multiplayer gespielt werden. Außerdem lassen sich alle abgeschlossenen Herausforderungen jederzeit separat erneut spielen.

Man kann wieder zwischen 6 Sprachen im Spiel wählen. Der deutsche Kommentator betont, wie schon im Vorgänger, wieder alles übertrieben laut, im Menü nuschelt er hingegen, wenn er die Auswahl der Disziplin kommentiert. Nach einiger Zeit kann einem der Sprecher wirklich auf die Nerven gehen. Glücklicherweise gibt es einen englischen Kommentator, der mir persönlich wesentlich besser gefiel. Man kann noch erwähnen, dass die japanische Spracheinstellung auch die japanischen Stimmen der Sonic-Charaktere mit sich bringt, bei allen anderen Spracheinstellungen, auch bei der Deutschen, sind die englischen Sprecher am Werk.

Fazit:

Wie schon die Vorgänger gestaltet sich auch „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen London 2012“ als wunderbares Partyspiel. Die Steuerung lässt sich, auch wenn sie bei manchen Disziplinen etwas gewöhnungsbedürftig ist, ziemlich flott verinnerlichen. Frustattacken bleiben hier also im Allgemeinen fern. Zudem glänzt das Spiel durch neue Disziplinen, die 10 Traumdisziplinen und noch so manche Zusatzinhalte. Spielspaß ist hier sowohl im Einzelmodus als auch im Multiplayer garantiert. Wenn einem der deutsche Kommentator mit seiner übertriebenen Art auf die Nerven geht, dem sei die englische Spracheinstellung empfohlen.

Pro

  • neue Disziplinen (z.B. Fußball)
  • erleichterte Steuerung bekannter Disziplinen (Kein Nunchuck benötigt)
  • Schwierigkeitsstufe für COM-Gegner regulierbar
  • Traumdisziplinen originell gestaltet
  • gut ausbalancierter Partymodus
  • witziges Loskartensystem zum Erwerb von Boni
  • kurze Ladezeiten

Kontra

  • Steuerung einiger Disziplinen etwas gewöhnungsbedürftig
  • deutscher Kommentator zu übertrieben betont
  • keine neuen Charaktere
  • kein Online-Modus
Ruki

Geschrieben von: Ruki

Igel-Fan seit 2001. Mit Sonic Unleashed als Lieblingstitel entdeckte er seine Begeisterung zum Speedrunning und ein gewisser, etwas zu gutgläubiger Echidna ist sein Lieblingscharakter. Comics und Serien der Reihe sind für ihn Pflichtprogramm. Auf der Page kümmert sich Ruki seit 2011 um regelmäßige News, Comic-Reviews und verschiedene Arbeiten im Hintergrund.

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