Sonic Boom (Serie)

Von - - Serien-Reviews

Sonic Boom: „Give Bees a Chance“ Episoden-Review

Serien-Sonntag! Amy bekommmt ein süßes neues Bienenhaustier aus Eggmans Reihen – geht das ohne Schwierigkeiten?

<<


Inhalt

Bei einer Ausgrabungsstätte wird ein unglaublich mächtiger Saphir gefunden. Gefundenes Fressen für Eggman, der sich das Prachtstück sofort angelt. Das lassen Sonic und Co. natürlich nicht zu! Sie stibitzen den Stein zurück und Kampf zwischen Team Sonic und einem Schwarm Beebots entsteht, aus dem die Helden natürlich siegreich hervortreten. Um einen weiteren Diebstahl zu vermeiden, wird der Stein in die permanente Obhut der Gruppe gegeben. Bei einem Blick auf das Schlachtfeld fragt sich Amy, was mit den Robotern nach einem Gefecht wohl passiert, und entdeckt in den Trümmerhaufen noch ein funktionierendes Exemplar. Das wird schnell zu Tails gebracht, der sie repariert und in Amys Obhut gibt, die „Bea“, wie sie sie tauft, wieder gesundpflegt, mit ihr eine enge Freundschaft schließt und sogar Kunststückchen wie „Durch-Ringe-fliegen“ beibringt. Beim Herumtollen stoßen die beiden auf Eggman, der die Freundschaft mit einer seiner Killermaschinen garnicht gutheißt und sie zurück in seine Armee schicken will – wenn er das Passwort zum Sendebefehl noch wissen würde. Amy nutzt die Vergesslichkeit des Superschurken, um sich ihm Gogobadorf zurückzuziehen und dem Plan zu entgehen. Doch es ist zwecklos: Nachdem er das Passwort zurückgesetzt hat, sendet er den Befehl los und schickt Bea wieder in sein Lager zurück. Amy ist am Boden zerstört, und keiner der Aufheiterungsversuche der Freunde trägt Früchte. Lange ist für’s Trauern auch keine Zeit, denn Eggman kehrt zurück, erneut darauf erpicht, den mächtigen Saphir an sich zu reißen. In seinem Gepäck hat er einen weiteren Schwarm Beebots, was bei Amy alle Alarmglocken läuten lässt. Verzweifelt hält sie die Angriffe ihrer Freunde zurück, in der Angst, einer der Roboter könnte ihre geliebte Bienenfreundin sein, was dem Superschurken schnell die Überhand und schlussendlich auch sein gewünschtes Objekt einbringt. Die Freunde eilen hinterher, mit der Ausnahme von Amy, die ihre Freunde in dieser Notsituation nicht vom Angriff abhalten will. Als die Truppe jedoch am Lager ankommt, hat Eggman schon seinen Mega Mega Bot mit dem Stein gefüttert und damit mit enormer Kraft versehen – so enorm, dass die Attacken des Teams keine Wirkung zeigen. Doch da taucht Amy auf der Bildfläche auf. Sie hatte einen Geistesblitz: Sie wedelt einen Ring in die Luft, und die echte Bea fliegt tatsächlich hindurch. Die frohe Wiedervereinigung ist dem Doktor ein Dorn im Auge. Sofort lässt er den Megabot Bea abschießen – mit fatalen Folgen: Die Igeldame wird wutentbrannt und beginnt, mit aller Kraft auf den Roboter einzudreschen, was dazu führt, dass der Saphir aus ihm herausfällt und dieser, ohne seine Energiequelle, für Team Sonic nurnoch ein kleines Hindernis ist. Eilig wird Bea repariert, gegen weitere Verwechlungsgefahr pink gefärbt und darf dank eines Teils des Saphirs in ihrem Körper, der abgesplittert ist, umso energiegeladener an Amys Seite bleiben.


Rezension

Kaum erscheint die Titelkarte auf dem Bildschirm, entdeckt man schon eine Besonderheit an der Episode: Keine geringere als Cindy Robinson, Amys Sprecherin persönlich, hat die Feder in die Hand genommen und beweist nicht nur, dass sie ihren Charakter exzellent versteht, sondern schafft es auch, eine der rührendsten Episoden der Boom-Bandbreite zu zaubern. Schlüssel hierzu ist Bea: Der Handlungsstrang, der sich rund um Amys Freundschaft mit dem metallenen Bienenmädchen dreht, ist einfach schön umgesetzt. Mit ausführlichen Montagen wird die langsame Reise vom Gesundpflegen über das Trainieren bis zur dicken Freundschaft im Detail geschildert, der Band zwischen den beiden wird dem Zuschauer mehr als deutlich und geht ins Herz. Dazu trägt auch die tolle Charakterisierung von Amy bei: Einfühlsam wie kaum zuvor, ohne auch nur eine Spur Zynismus oder Eigennutz, zeigt sie sich hier von ihrer absoluten Schokoladenseite. Das gipfelt in der Szene, in der sie den Rest des Teams zum Wohl des Dorfes losziehen lässt, um die Beebots zu zerstören, obwohl sie weiß, dass eine davon ihr geliebtes Haustier sein könnte – ein erwachsener Schritt, ein toller Moment für Amy als Charakter und eine emotionale Stelle für die Episode selbst. Doch das ist nicht der einzige Moment, an der das Herz des Zuschauers nicht zumindest angeknackst wird oder ein wenig in die Höhe springt. Amys Verlust ist ziemlich bedrückend, und ziemlich jede Stelle, an der das Igelmädchen mit Bea herumtollt oder interagiert, gibt dem Spieler ein wunderbar wohliges Gefühl im Bauch (was bei dieser Episode sogar schön häufig passiert), und bei der Wiedervereinigung sollte es eh schon um die meisten geschehen sein. Dazu trägt auch wieder die Sprecherleistung bei: Cindy Robinson steckt in ihr eigens geschriebenes Werk noch mehr Synchronmühe als sonst und lässt in jede einzelne Zeile ihr ganzes Herzblut fließen, was das tolle Skript auf noch höhere Höhen bringt. Es kann einfach nicht genug betont werden: Diese Episode ist einfach nur wunderbar herzerwärmend und bringt damit etwas in Boom, das wir nur selten zu sehen bekommen – und das mit Bravour.

So süß wie die Episode auch ist, eine ordentliche Ladung gepfefferter Humor schadet nie. Glücklicherweise wurde auch hier vorgesorgt: Ist die Folge nicht gerade mit emotionalen Szenen beschäftigt, wird sie mit Gags vollgestopft. Eggman beim Sport, Knuckles mit dem Partyhut und als Steinbabysitter, Sonic, der sich zwingen muss, über Gefühle zu reden, die explodierende Bea, die ständigen Bee-Puns und und und… Hier ist ordentlich Material für die Lachmuskeln gegeben. Highlights sind wieder Eggman, der mit seinem vergessenen Passwort wieder ein viel zu reales Problem, und Sonics „He’s talking to me“ auf den „Roger“ Kommentar und Knuckles‘ Anmerkung, dass er laut Fans viel zu wenige wertvolle Steine beschützt, die die vierte Wand wieder in Grund und Bogen sprengen und damit die absoluten Kracher bringt. Lediglich die Action kommt bei dem ansonsten randvoll gefüllten Paket etwas kürzer, aber selbst hier hat Frau Robinson noch den ein oder anderen Kniff auf Lager: Der Spiegeltrick, bei dem Amy Laser mit einem Spiegel auf einen Berg reflektiert und die daraus explodierenden Steine die Roboter in einem (Erd-) Rutsch besiegen ist ziemlich clever, und die anderen Kämpfe werden durch die Story so emotional gestärkt, dass sie dadurch interessant werden. Und wer schaut nicht gerne zu, wenn Amy in Rage einen Riesenroboter zerkloppt?!


Fazit

„Give Bees a Chance“ ist einfach nur toll: Nicht nur ist sie die beste Amy Episode, die den Charakter grandios in Szene setzt, sie ist auch noch eine der herzergreifendsten Episoden der Reihe, die den Zuschauer auf eine emotionalen Reise mitnimmt, die es wirklich wert ist, angesehen zu werden.


Nächste Folge: Eggman schafft sich eine Robo-Mama – was soll man dazu noch sagen?

<<
Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort