Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom „Lightning Bowling Society“ Episoden-Review

Serien-Sonntag! Dieses Mal wird um die Wette Bowling gespielt!

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Inhalt

Nachdem der neuste Plan der Lightning Bolt Society wieder daneben geht, fragt sich die Gruppe, was sie überhaupt gut können. Als einziger Gedanke fällt „Im gleichen Gruppenoutfit gut aussehen“, worauf sie die logische Konsequenz ziehen: Ein Bowling Club! Es stellt sich heraus, dass die Truppe wirklich gut in diesem Sport sind – so gut, dass sie sogar Team Sonic schlagen! Das erfolgreiche Sportteam wird im Dorf berühmt, darf in Talkshows auftreten und bekommt sogar ein eigenes Produkt im Mehburger Menü! Staci, die mit dem baumkostümtragenden Chamäleon anbandelt, flüstert ihm ein, dass der Rest der Gruppe ihn nur zurückhält. Als ihm das zu Kopf steigt, entbrennt ein Kampf zwischen den einzelnen Mitgliedern, und die Mannschaft löst sich auf. Das passt Sonic, der die Niederlage nicht verkraftet hat und die Gesellschaft in einem Rematch schlagen will, überhaupt nicht, und beschließt, die bösen Freunde wieder zu vereinen. Nach und nach überredet Team Sonic die Bösewichte zu einem gemeinsamen Gespräch, das sich allerdings in eine nicht sehr erfolgreiche Richtung bewegt. Zu allem Überfluss schneit dann noch Eggman mit seinem Riesenroboter hinein und attackiert das Dorf. Der Angriff lässt die ehemalige Gesellschaft in Nostalgie schwelgen und sich nach diesen Zeiten zurücksehnen. Schnell beschließen sie gemeinsam, wieder das zu tun, was ihnen am meisten Spaß bereitet hat: Bösewichte sein! Sogleich beginnen sie, Eggman mit Angriffen zu unterstützen – doch all diese gehen nach hinten los und helfen den Helden stattdessen dabei, ihren Erzfeind wieder zu erledigen. Doch das entmutigt Dave und Co. garnicht: Als glückliche Schurken ziehen sie von dannen.


Rezension

Raus mit den Helden, her mit den Schurken: Dieses Mal dürfen mit der Lightning Bolt Society Nebencharaktere im Mittelpunkt stehen. Dieser Perspektivenwechsel auf die kleineren Spieler im bringt eine gelungene Abwechslung, auch wenn ihnen nicht zu viel neuer Charakter zugesprochen wird: Sowohl Walross Willy als auch der Weaselbandit bleiben auf ihrer gewohnten, sehr, sehr schlichten „Wir sind inkompetente Übelmacher“ Zeichnung, Dave bleibt auf seiner als etwas öfter auftretender Nebencharakter auf einem etwas höheren Niveau, gesteigert wird hier aber auch nicht wirklich. Lediglich das Chamäleon bekommt eine Mini-Storyarc spendiert, bei dem er durch Percis Zwillingsschwester ihn erst zum Alleingang manipuliert (auch ein Charakterzusatz!), sich das Team trennt und die Freunde dann letzen Endes doch wieder zusammenfinden. Ziemlich generischer Plot, aber gegen Ende doch ganz putzig. Schade ist es trotzdem, dass so eine Gelegenheit nicht genutzt wird, da eine gewidmete Folge für etwas Charaktererweiterung perfekt geeignet wäre, das tut dem eigentlichen Unterhaltungswert der Episode aber keinen Abbruch.

Und der ist auf jeden Fall gegeben! Trotz dem ganzen Bösewichtsfokus stiehlt dann allerdings doch noch ein Held die Show: Sonics absolute Besessenheit nach einem Rematch, nachdem er seine er sein erstes Match verlor und die Niederlage unbedingt wieder wettmachen möchte, ist einfach nur urkomisch. Roger Craig Smiths absolut überdreht paranoide Performance lässt jede Sekunde dieses Sonics zum absoluten Highlight werden. Die anderen Humoreinlagen müssen sich aber auch nicht in einem Schurkenversteck verkriechen müssen: Die Idee, ziegelharte Fruchtstollen als Katapultmunition zu nehmen, ist ein Geniestreich, (aus eigener Erfahrung) nah an der Realität und gerade deshalb so witzig. Witzig sind ebenfalls die diversen Kommentare über die Verkleidungen des Chamäleons oder die Jobs, die die Society annimmt. Auch beim Bowlen selbst kommen durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Charaktere einige lustige Situationen zustande – allen voraus Sticks, die sich nach einem Fehlwurf frustriert auf die Pins schmeißt, als wären sie ein wildes Raubtier. Selbst die Actionsequenz am Ende wird durch den Einfluss der Schurkenluschen zu einer recht amüsanten Humoreinlage. Alles in allem sind neben Sonic nicht wirklich große Reißer dabei, aber dennoch wird mit kleineren Witzen über die ganze Episode hinweg beinahe durchweg recht gut unterhalten.


Fazit

„Lightning Bowling Society“ ist eine ziemlich unterhaltsame Folge über die örtlichen Verbrechens-Chaoten. Zwar treten die Charaktere mit kleinen Ausnahmen immernoch etwas auf der Stelle, kitzeln aber einige wirklich gute und viele ziemlich amüsante Gags aus einem abgekauten Szenario und machen die Episode ganz spaßig. Kein absolutes Muss, aber doch lohnt es sich einmal, in diese Lightning Bolt Society zu schnuppern.


Nächste Folge: Mit Sonics Band Duditude wird getourt, als die Gruppe einen Gig ergattern kann. Was die Reise wohl mit sich bringt?

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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