Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Mombot“ Episoden-Review

Serien-Sonntag! Eggman schafft sich eine Robo-Mama – wird sie ihn bedingungslos lieben?

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Inhalt

Eggman hat einen Schwarzes-Loch-Erschaffer gebastelt und will ihn allen Leuten auf der örtlichen Science Fair vorstellen, um sein Genie zu präsentieren. Als er dann aber (weil er kein Kind ist) nicht einmal eine Teilnahmetrophäe bekommt und dann auch noch Tails als Top-Wissenschaftler betitelt wird, ist der Superschurke natürlich geknickt. Neidisch darüber, dass Lady Walrus ihren Sohn, der nur einen Stein gezeigt hat, trotzdem lobt, beschließt Eggman, sich einen Mutter-Roboter zu bauen, der ihn ebenso bedingungslos liebt. Das klappt anfangs auch exzellent: Sie puzzlet mit ihm, klebt ihm Pflaster auf und packt ihm sogar eine Vesperbox für den anstehenden Sonickampf. Dieser geht, wie üblich, nicht siegreich für den Eiermann aus, weshalb er zu Hause Trost sucht. Doch Mombot zeigt sich nicht so ermutigend wie erhofft: Sie ist mit seinem Karrierepfad garnicht einverstanden und möchte, dass sich Eggman mit einem so netten Jungen wie Sonic vertragen sollte. Kurzerhand schickt sie die zwei ins Kino, wo der eierförmige Erzfeind seinem Rivalen eine explodierende Popcorntüte die Hand drückt und für diesen Zug sogleich eine Abreibung bekommt. Der missglückte Freundschaftsversuch missfällt Mombot, weshalb sie die Zügel selbst in die Hand nimmt und Sonic und seine Freunde zum Abendessen einlädt. Doch auch hier will Eggman nicht Ruhe geben und versucht, Team Sonic zu überrumpeln, doch Mutter bekommt alles mit und schickt ihren Sohn aufs Zimmer. Nun reicht es ihrem Schöpfer – er schickt seine Mutter auf eine Kreuzfahrt und bringt sie damit von der Bildfläche.


Rezension

Dieses Mal dreht sich alles um den titelgebenden Mombot und das nicht ohne Grund: Sonic Boom nimmt wieder das altbewährte Pflaster aus Staffel 1, bei dem sie eine recht normale Situation nehmen und ihr den Boom-Twist geben. Und wie auch bei anderen Situationen wie Übernachtungsparties zeigt sich hier, dass das Konzept noch einiges hergibt. Eggman mit einer Robotermama, die ihm all die Vor- und Nachteile eines Elternteils beschert? Klingt doch nach Comedygold! Dieses wird zum Glück auch zu einem großen Teil ausgeschöpft. Besonders während der Momtage, die einige tolle Gags (und im Namen selbst ein super Pun!) aneinanderreiht, läuft das Ganze auf Hochtouren auf. Das ist vor allem wieder Mike Pollock verschuldet: Der geht in der Rolle „Kleines Kind im Mann“ wieder vollkommen auf. Quängeln, hibbelig kichern, entrüstet „Moooom!“ schreien, wenn sie ihn blamiert… Herr Pollock schaukelt das Kind (wortwörtlich!) einfach nur famos und sorgt damit für ordentlich Spaß. Aber auch die strenge Seite der Mutter, bei der sie Eggman und Sonic ins Kino schickt, was in explodierendem Popcorn endet oder seine Karriere kritisiert oder aufs Zimmer verweist, ist für Schmunzler gut. Doch auch die Freunde haben unter Führung des starken Arms der Mutter einige witzige Stellen: Amy wird ganz verlegen, als sie nach der Beziehung zwischen ihr und Sonic gefragt wird, was einen ziemlich niedlichen Moment darstellt, und dann mit Sticks‘ trockenem „Du bist nichtmehr die Jüngste“ Kommentar wirklich lustig abgeschlossen wird, oder Sonic einen Schal strickt, der ihm Hoffnung macht, dass er den Fans besser gefällt, was wieder eine nette Stichelei gegen die Reaktion auf das Redesign ist.

Klingt doch so, als hätte die Folge unter Mamas Einfluss alles unter Kontrolle, nicht? Leider war der Fokus darauf scheinbar nicht ausreichend genug, weshalb wir noch einen B-Plot mit Tails aufgetischt bekommen. Der ist über die Science Fair nur mehr als vage mit der Hauptstory verbunden und fühlt sich dadurch fast schon nur wie Füllmaterial an. Zugegeben: In einer Szene in Tails‘ Werkstatt bekommt der Nebenplot einen der besten Gags der Episode spendiert, doch ansonsten plätschert er nur vor sich hin, ohne sonderlich witzig, niedlich oder einfach nur interessant zu sein. Kein Trauerspiel, aber gerade, nachdem die Seite rund um Eggman so gut unterhalten kann, fühlt sich der Tailsplot einfach fad an und zieht das Gesamtbild herunter.


Fazit

„Mombot“ reiht sich in die guten Folgen der Reihe ein. Ein tolles Konzept sehr gut umgesetzt, mit Mike Pollock, der wieder alles aus seiner Rolle herauskitzelt und den Witzen nochmal den benötigten Extrapep gibt – die Episode hat wirklich alle Vorraussetzungen, um spaßig zu sein, und benutzt sie auch gekonnt. Die ziemlich drögen Tails-Segmente schmälern das Vergnügen leider etwas, aber im Großen und Ganzen sorgt Mama schon dafür, dass die Zuschauer gut unterhalten werden.


Nächste Folge: Tails findet die legendäre Kreatur Mukfoot – oder ist der Fund wirklich echt?

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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