Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Robots From the Sky P.3“ Episoden-Review

Serien-Sonntag(nacht)! Sonic und Tails untersuchen, was in der verlassenen Stadt vor sich geht…

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Inhalt

Als Sonic und Tails durch das verwahrloste Morris Town wandern, lösen sie einen Alarm aus, der einen Haufen ebenfalls von Viren besessener Bewohner auf den Plan ruft und die Freunde angreifen. Um die ansich unschuldigen Bots nicht zerstören zu müssen, fliehen die Zwei, landen aber jedoch schnell in einer Sackgasse. In letzter Sekunde werden sie von Mighton und Bolts in einen Bunker gezogen. Das Roboterduo erklärt, dass ein neuer Anführer Hypnosewellen gesendet und damit alle Roboter unter seine Kontrolle gebracht hat, sie aber nichts dagegen tun können, weil sie außerhalb ihres Unterschlupfs auch von dem Virus betroffen werden würden. Zum Glück haben sie nun aber zwei Helden aus Fleisch und Blut, die sich um die Sache kümmern können! Freiwillig lassen sich Fuchs und Igel zum Anführer bringen und werden böse überrascht: Es ist kein anderer als Hypnobot, der nach seinem Verlust gegen den Roboterpudel in den Himmel katapultiert, von Bewohnern in Morris Town aufgelesen wurde und dort einen Verstand versehen bekam, durch dem ihm klar wurde, dass er von Tails zurückgelassen wurde. Also schwor er Rache und hypnotisierte Alles und Jeden, um die Erdbewohner auszulöschen. Diesen Plan will er nun vollenden und hetzt seine Handlanger auf die Zwei, während er versucht, zu entkommen. Während Tails es nicht übers Herz bringt, seine eigene Kreation anzugreifen, schafft es diese, ihn mit einem Bolas die Schweife zu verheddern und ihn beinahe in den sicheren Tod zu stürzen, bis Sonic den Hypnosetyrann in letzter Sekunde von der Himmelsutopie stoßen kann. Sofort hört die Kontrolle der Roboter sowohl in der Luft als auch zu Lande auf und Frieden scheint einzukehren – wäre da nicht die Tatsache, dass Eggman den gefallenen Hypnobot findet und rekrutiert…


Rezension

„Part 3“ setzt den relativ actionreichen Trend des Abenteuers von letzter Woche fort, schwächelt aber, rein auf die Action fokusiert, vergleichsweise zu dieser. Ohne eine Flugsequenz greift die Folge auf die übliche Kämpferei zurück. Ansich muss das kein natürlich kein Nachteil sein, aber die Episode sabotiert sich selbst ein wenig: Dadurch, dass der Plot die Gegner zu unschuldigen Roboterzivilisten macht, flieht Sonic entweder (was beim schnellsten Igel der Welt keine zu nervenaufreibende Situation darstellt) oder er…schubst die Bots. Wirklich: Mit einem kleinen Hieb aus dem Handgelenk werden Roboter herumgestoßen, selbst, als der Held meint, er müsste zu drastischeren Mitteln greifen. Dieses unbeeindruckende Blatt wendet sich, als Sonic an seinen Beinen (mit einem schmerzhaften Knacken symbolisiert) schwer verletzt wird, kaum noch stehen kann, aber dann im letzten Moment ohne zu zögern zu dem beinahe-stürzenden Tails hechtet, um Hypnobot von der Plattform zu treten und seinen besten Freund zu retten – ein herausragender Moment, der nicht nur die Episode, sondern auch Sonic wirklich als Charakter prägt. Auf der Erde schneidet das Kämpfen unterhaltsamer ab: Durch eine durchaus amüsante Rede von Knuckles werden die Dorfbewohner dazu motiviert, sich gegen die Roboterinvasion zu wehren. Zum einen ist es natürlich super, dass die oft mehr als hinderlichen Bewohner sich auch einmal nützlich machen dürfen, zum anderen sind ihre Waffen wie Spritzblume oder Burgergewehr visuell ziemlich spaßig – schade, dass die Sequenz nur kurz anhält.

Anders als beim letzten Mal geht es in diesem Teil des Multiparters etwas ruhiger zu. Der Grund: Die Episode muss sich etwas Zeit nehmen, um den großen Plottwist abzuwickeln: Hypnobot ist zurück und das böse Genie hinter all dem Chaos! Nicht nur ist es ein ziemlich cleverer Zug, einen „Charakter“ (wenn man ihn zu dem Zeitpunkt überhaupt so nennen kann) aus einer unzusammenhängenden, reinen Spaß-Episode zu ziehen und in so eine Rolle umzufunktionieren, es ist auch ziemlich witzig, gerade, weil die Umstände so schön bizarr sind – und das, obwohl die eigentliche rückwirkende Kontinuitätsänderung verdammt künstlich wirkt, aber das ist noch verschmerzbar. Apropos witzig: Auch der Humor wird etwas zurückgeschraubt, kann sich aber an einigen Stellen trotzdem sehen lassen. Knuckles‘ Rede, die Subversion des „Ich glaube, wir sind hier richtig“ Tropes oder Hypnobots scharfer Kommentar können amüsieren, und auch Eggman hat, trotz seines kurzen Auftritts, mit seinem Crazy-Hat-Day und seinem Discounter Cerealien Rant zwei der besten Gags der Story.


Fazit

„Part 3“ reiht sich zu den anderen beiden, guten Episoden des Quartetts ein. Hat es doch im Großen und Ganzen ein bisschen weniger Humor und weniger unterhaltsame Action als der Vorgänger, baut sie das Storygerüst aus und gibt den Stellen, die es brauchen, mit eben diesen Story- und Dramatikelementen das gewisse Etwas.


Nächste Folge: Eggman fischt einen vertrauten Feind aus dem Wasser…

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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