Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Three Minutes or Less“ Episoden-Review

Serien-Sonntag! Mehburger macht einen Lieferservice auf und Sonic wird der neue Laufbursche.

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Inhalt

Beim Fernsehen entdecken die Freunde eine Meh Burger Werbung, bei der der neue Lieferservice angepriesen wird. Dieser wird prompt ausprobiert. Doch aus der höchstens 30minütigen Wartezeit werden mehr als drei Stunden. Da kommt die Ankündigung, dass es morgen eine Fokustestgruppe-Sitzung gibt, gerade recht: Sonic und der Rest der Truppe nehmen teil und der blaue Raser macht seinen Unmut über die extrem langsame Lieferzeit klar, mit der Behauptung, dass er es in drei Minuten schaffen könne. Das hört der Chef der Kette gerne: Sonic wird eingestellt und liefert mit der Bezahlung „Ein Chillidog pro Bestellung“ in Rekordzeit die Mahlzeiten an seine Kunden. Damit wird natürlich bald geworben und schnell flimmert ein neuer Spot über die Fernsehbildschirme, wodurch Eggman Wind von der Sache bekommt und seinem ewigen Konkurrenten ein Schnippchen schlagen will. Doch die anfänglichen Versuche, ihn mit wiederholten Extrawürsten und falschen Adressen über die Drei-Minuten-Grenze zu treiben, scheitern kläglich. Doch er gibt nicht auf: Mit einer Dreifachbestellung übers ganze Dorf verteilt, garniert mit Zeit-schindenden Gogobas & Cubot und Eggman-Angriffen versucht er es auf ein Neues. Das letzte Hindernis ist dabei Eggmans abgeriegeltes Versteck selbst, das von seinen besten Robotern verteidigt wird. An denen kommt er noch vorbei, doch das Niet-und nagelfeste Haupttor stellt ein Problem dar. Doch Sonic entdeckt dank Orbot und Cubot, die nach getaner Ablenkungsarbeit das Versteck betreten, einen Hintereingang und kann die Lieferung noch rechtzeitig ausführen. Eggman gibt auf und der blaue Lieferbursche bekommt dank seiner herausragenden Leistung zehn Chillidogs extra. Nach dem Verdrücken dieser ist sein Magen allerdings garnicht glücklich, weshalb er den Job an den Nagel hängt und Meh Burger die Aktion wieder abbläst.


Rezension

„Three Minutes or Less“ ist eine klassische Boom-Episode, als wäre sie aus Staffel 1 entsprungen: Eine alltägliche, banale Situation wird aufgegriffen und mit einigen Handgriffen zu einer überdrehten Gagquelle. So auch hier: Sonic als Lieferbursche mit einem Eggman, der alles dafür tut, ihm Steine (oder in seinem Fall Roboter) in den Weg zu legen. Wie sich der Wissenschaftler wieder einmal in so eine kleine, unwichtige Sache hineinsteigert, ist eine schlicht komische Situation und wird auch schön ausgekostet. Dazu trägt auch, wie üblich, Mike Pollock bei: Dieser darf zum ersten Mal seit einer Weile einmal wieder besonders überschwinglich sein, öfters kieksen, kichern und das Kind aus Eggman locken, wie wir es schon länger nicht gesehen haben und sofort ein Grinsen ins Gesicht wandern lässt. Im selben Atemzug sollte man dieses Mal auch noch die anderen Synchronsprecher erwähnen: Während der ein oder andere Gag teilweise schon angestaubt oder direkt aus der Mottenkiste stammen – beide Arten stark in der Minderheit, aber vorhanden – hauchen sie diesen Witzen neues Leben ein und machen aus alten Staubfängern eine restaurierte Humoreinlage, die sich sehen lassen kann.

Und damit sind sie nicht alleine: Die Folge kann so einige lustige Momente für sich verbuchen. Besonders der spätere Teil, in der Sonic gegen Eggmans „diabolischen“ Plan antritt, bekommt man einige spaßige Situationen, eben durch Eggmans kleinliche Vebohrtheit, die in extravaganten, übertriebenen oder auch „normaleren“, aber immernoch witzigen Aktionen endet. Sogar die Gogobas, deren ‚Comedyroutine‘ sich schnell abgenutzt hat, können wieder ein wenig gute Laune entlocken. Doch die Folge belässt es nicht dabei und pflanzt an jede Stelle ein weiteres Gagpolster, um die Geschichte mit Spaß auszukleiden und zu füllen. So kommt es kaum zu einem tristen Augenblick; es wird für stetiges Amusement gesorgt. In der ersten Hälfte geht es noch ein wenig zahmer zu, ist aber immernoch mit reichlich Gags, besonders Sticheleien gegen Mehburger und die Fast Food Industrie allgemein, bestückt. Zudem gibt es noch ein paar schöne Charakterinteraktionen, die mit Witzen verknüpft werden: Zum einen die nette Wartemontage, wo sich die Freunde putzig die Zeit vertreiben, und als Amy Sonic zum Essen einlädt, was durch die wunderbare Kitschmusik und die super von Roger Craig Smith gespielte Unbeholfenheit des blauen Helden auch super lustig. Sogar die Action-Sequenzen sind dank der Tatsache, dass Sonics Fähigkeiten auf 180 hochgedreht werden und er übertrieben durch seine Gegner mäht, während er versucht, das Essen zu schützen und zu liefern, ist auf eine wirklich spaßige Art unterhaltsam.


Fazit

„Three Minutes or Less“ ist ein tolles Gesamtpaket: Ein unterhaltsamer Plot rund um einen beklopptes Eggmanplan, der mit vielen zusätzlichen Witzen und ein paar netten Charaktermomenten ausgeschmückt werden, um einfach eine durchweg amüsante Episode zu kreieren. Folgen dieser Art können gerne öfters geliefert werden – die Bestellung lohnt sich allemal!


Nächste Folge: Eggman versucht, sich mit einem Experiment neue Fähigkeiten anzueignen – mit fatalen Folgen…

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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