Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „Victory“ Episoden-Review

Serien-Sonntag! In einem Fußball Match kämpfen Team Sonic und Team Eggman um ein Jugendhaus…

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Inhalt

Sonic und seine Freunde verbringen gerade eine gemütliche Zeit mit Fußball am Jugendhaus, als der Bürgermeister die Schließung ankündigt. Die Gruppe ist bestürzt und versucht, mit Unterschriften die Situation zu verhindern, doch das hilft nichts: Laut Bürgermeister kann ein Eigentümerwechsel nur durch ein Fußballspiel stattfinden. Eggman hat es allerdings auch auf das Gebäude abgesehen und beschließt, auch eine Mannschaft aufzustellen. Um eine ebenbürtige Truppe zu erlangen, reist der Wissenschaftler nach Roboken, wo er die Robo-Doppelgänger mit Hilfe eines Tricks und Gedankenkontrollarmbändern rekrutiert. Trotz starkem Missfallen akzeptieren die Freunde aus Fleisch und Blut ihre Gegner und beginnen ein Trainingsmatch. Unüberaschenderweise sind Originale und exakte Duplikate auf dem selben Niveau, weshalb der Superschurke zu härteren Mitteln greift und ihnen die rabiate Charaktereigenschaft „Highschool Sportler“ gibt, was die Robotruppe um einiges rücksichtsloser und zu haushohen Gewinnern macht. Das hält auch beim richtigen Match an, wo die Originale in der ersten Halbzeit erneut eine massive Abreibung bekommen. Doch dann kommt Tails eine Idee: Ihr hoher Fokus auf hirnlose Rüpelhaftigkeit macht die Metallköpfe unkreativ – und damit anfällig auf Unberechenbarkeit! Und tatsächlich: Mit Tanzeinlagen und anderen Fußballfremden Mitteln werden die Bots komplett aus dem Konzept gebracht und Sonic und seine Freunde können den Sieg und, nachdem der Bürgermeister die Begeisterung sieht, auch die Erhaltung des Jugendhauses erringen. Doch Eggman ist ein schlechter Verlierer und hetzt seine noch gesteuerten Duplikate auf seine Erzfeinde. Nun entdeckt Tails aber endlich die Wurzel allen Übels, und mit einigen schnellen Handgriffen werden die Robofeinde wieder zu Robofreunden und geben ihrem ehemaligen Meister mit ihren Fußball-Fertigkeiten die Strafe, die er verdient.


Rezension

Der Weg zum Sieg ist oft steinig und schwer – und diese Episode ist der beste Beweis dafür. Denn der Aufbau der Geschichte wirkt ziemlich ruppig. Dabei beginnt der Anfang der Folge noch vielversprechend mit einem netten Lied, doch als der Plot loslegt, tun sich Probleme auf. Sam Freiberger friemelt wieder einmal mit dem Aufstellen einer Story herum: Der Bürgermeister will das Jugendzentrum schließen und lässt sich auch nicht von einer Petition überzeugen, doch als Eggman ins Spiel kommt, ist plötzlich ein Fußballspiel zur Eigentümerübertragung möglich – obwohl der ursprüngliche Eigentümer garnicht involviert ist und nur zwei (noch) unabhängige Parteien darin beteiligt sind. Das allein ist schon eine etwas seltsame Art, den Plot loszutreten (und nicht auf die amüsant seltsame Art), doch die Eigenartigkeiten enden nicht hier: Fast schon lächerlich mühelos kann Eggman Team Cybonic die Gedankenkontroll-Armbänder andrehen, völlig ignorierend, welchen Schaden er mit Hypnobot angerichtet hat – obwohl diese Situation ja genau der Grund für die Kreation der metallenen Gruppe war! Normalerweise sollte man es bei Boom ja nicht zu ernst mit der Story nehmen, aber in dieser Episode stinkt das Set-Up einfach massiv danach, dass der Autor eine witzige Idee hatte, aber nicht wusste, wie er zu diesem Handlungspunkt kommen soll, und schnell ein paar halbgare Gedankenfetzen zusammengeschustert hat, um zu dem durchdachten Teil der Geschichte zu überbrücken. Das Ganze wird dann noch mal mehr, meist aber weniger gut mit hingeworfenen, aufzeigenden Gags zu überdecken versucht, was aber absolut nicht funktioniert und einen mehr als schwachen Versuch darstellt. Zwischendrin wird doch noch der ein oder andere gute Gag, wie der sehr gelungene Roboter-Fußball-Gag eingeworfen, doch allgemein fällt diese Hälfte der Folge ziemlich lahm aus.

Doch wenn das Storygerüst dann endlich steht, nimmt die Folge ordentlich an Fahrt und Spaß auf: Das neue Programm auf Team Cybonic ist, besonders auf Sonic und Knuckles, so dermaßen 80er Klischee Rüpel, dass es einfach nur witzig ist, ihnen beim Interagieren zuzusehen. Das typische Gemobbe, Beleidigunsgerufe und gegenseitige Aufgeheize ist schlichtweg lustig und kann über größere Strecken unterhalten, bis dann das Comeback von Team Sonic ansteht: Die wird mit Ohrwurm-Musik untermalt und das Schlagen der gegnerischen Mannschaft hat einige nette, witzige Ideen – insgesamt einfach ein spaßiges Gesamtpaket, das die sechs letzten Minuten der Folge wirklich durchgängig amüsant macht und den schwachen Auftakt noch um einiges rettet. Zwar werden nicht zu viele, verschiedene kleine Gags eingestreut, aber diese zwei anhaltend komischen Segmente reichen eben doch für ein ordentliches Vergnügen.


Fazit

„Victory“ ist, für die Mehrheit der Laufzeit, eine spaßige Episode. Ist man erst einmal durch die ziemlich schlampig konstruierten Aufbau der Geschichte durchgesessen, wird man mit einigen witzigen und unterhaltsamen Witzen und Szenarien konfrontiert. Also: Zähne in der ersten Halbzeit zusammenbeißen, es werden noch einige gute Tore geschossen.


Nächste Folge: Die Jungs von Team Sonic müssen auf Lady Walrus‘ Baby aufpassen – können sie den Quälgeist bewältigen?

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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