Sonic Boom (Serie)

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Sonic Boom: „You and I Bee-come One“ Episoden-Review

Serien-Sonntag! Tails wird mit einem Beebot verschmolzen…

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Inhalt

Eggman gönnt sich nach seiner letzten Niederlage eine Auszeit. Um seine Erzfeinde aber trotzdem auf Trab zu halten, programmiert er seine Beebots so, dass sie Sonic und Co. penetrant verfolgen. Nach einigem Herumplagen schaffen sie es, die größte Welle der Insektenroboter in Kraftfeldern einzusperren und alle können zurück zu ihren Alltagsbeschäftigungen gehen. So auch Tails, der eine Teleportationsmaschine gebaut hat und sie nun an sich selbst testet. Doch ein übrig gebliebener Beebot fliegt mit in die Kabine und die beiden werden in einen Bienenrobotertails fusioniert. Die Freunde sind geschockt, doch eine Rettung ist nicht in Sicht: Ein simples Umkehren des Prozesses sorgt nur für die Zerstörung des Kuchens, den die Gruppe zum Test benutzt. Weitere Experimente müssen warten, denn in den Nachrichten wird von einer Lawinenverschüttung berichtet, die natürlich Vorrang hat. Mit Leichtigkeit kann Tails mit seinen neuen Flügeln und seinen als Stacheln umfunktionierten Schweife die Opfer aus dem Schneeberg retten und findet dadurch Gefallen an seiner Form. Doch nicht nur seine äußere Form ändert sich, auch seine Gedanken werden ordentlich aufgewühlt: Nicht nur hört er die Hilfeschreie der anderen Beebots, er bekommt auch Visionen von seinen Freunden, die seine neue Form abstoßen und ihn fangen, wird kälter und bösartiger. Schließlich endet es damit, dass er die gefangenen Roboterbienen endlich befreit und als neuer Herrscher über sie seine ehemaligen Kollegen angreift. Doch wehren geht nicht: Jeder Angriff gegen einen kleinen Bienenhandlanger schmerzt auch ihren Chef. Verzweifelt wendet sich Sonic also an Eggman, der den Teleporter umprogrammiert. Jetzt muss nurnoch Tails her, doch der kommt natürlich nicht freiwillig zurück. In einem Sonnenblumenkostüm lockt Sonic seinen Quasi-Bruder an und schwächt ihn zusammen mit dem Rest des Teams durch Beebot-Attacken so weit, dass er ohnmächtig wird und in den Teleporter gelegt werden kann. Endlich kann der Prozess umgekehrt werden und Tails ist wieder der alte.


Rezension

Tails als Bienen-Bösewicht – eine Idee, die so bizarr ist, dass sie eigentlich nicht langweilig sein kann, oder? Boom beweist leider das ziemliche Gegenteil. Als Herr der Bienen macht er in erster Linie eines: Beebots kommandieren. Das ist natürlich schlüssig und ergibt Sinn, ist aber auch nicht anders als das, was Eggman regelmäßig in einer fast dreistelligen Anzahl an Boom-Episoden eh schon ständig macht – mal abgesehen davon, dass die mit einem Schlag zerstörten Roboter von vornerein raus nicht sonderlich bedrohlich sind. Der eigentlich interessante Teil, Tails selbst, benutzt seine Schweifstacheln nur bei einer Rettungsaktion zu Beginn – ansonsten schwebt er nur in der Gegend herum. Selbst der Wechsel zur „dunklen Seite“ ist etwas schnell geschludert. Die Folge bietet interessante Ansätze mit seinen Visionen und den Rufen von den Beebots, die in seinem Kopf auftauchen, und auch seine rücksichtslosen Kommentare, als ein Baby zu stürzen droht, sind interessant und haben durch Tails‘ sonst so netter Art sogar einen kleinen Schockfaktor- der Übergang zu seinen Bienenkollegen selbst wird dann aber mit einem stumpfen „Du verstehst mich nicht!!“ abgehandelt. Es hat noch seine Momente – die erwähnten Stellen mit der Verwandlung zu seinem neuen Selbst haben ihren Reiz und auch die Tatsache, dass Tails beim Verletzen der Beebots auch selbst Schaden nimmt, hat auch eine positiv gruselige Note, insgesamt hätten diese Aspekte aber mehr Fokus gebraucht. Wenn die Folge nicht über Viertel der Laufzeit für den Aufbau des Plots benötigt und da ein paar Minuten abgeschabt hätte, wäre das vielleicht sogar gelungen. So, wie es ist, ist die Verwandlung aber doch eher ernüchternd und trotz Lichtblicke nicht so interessant, wie es sein könnte und sollte.

Abseits von alldem kann die Episode auch sonst nicht ganz die Höhen erreichen, wie Boom es oft tut, hat aber doch einige Aspekte, die recht sehenswert sind. Sonic als Sonnenblume ist schon als reiner Anblick echt witzig und der Running Gag darüber, dass keiner die Gattung der Blume erkennt und Sonic immer erboster wird, machen es nur noch besser. Auch Eggmans Mini Nebenplot im Bösewicht-Ferienlager hat einige nette Gags parat, und auch hier ist auch wieder schon die Idee von Grund auf ziemlich amüsant. Dazu kommen noch einige andere recht gute Gags wie das Thermostat und die wunderbare Lektion am Ende und man hat eine solide Bandbreite an Witzen, die zwar nicht vom Hocker haut, aber trotzdem recht gut unterhält. Und sogar die emotionale Schiene wird etwas bedient: Sonics durchgängige Sorge um seinen kleinen Bro, die im panischen Tragen seines bewusstlosen Freundes in die Fusionskapsel gipfelt, ist ganz putzig anzusehen und auch einer der kleinen Stärken der Folge.


Fazit

„You and I Bee-come One“ ist ganz nett. Das Konzept des Bienentails wird eher mittelmäßig umgesetzt und kann außerhalb ein paar interessanten Stellen daher nur milde unterhalten, und auch der Rest der Episode hat ein paar nette Momente, aber nichts, dass die Folge zu einem Musthave machen würde. In der Summe also nichts besonderes, für das man jemanden zum Schauen anstacheln sollte, aber Kopfbrummen bekommt man davon auch nicht.


Nächste Folge: Eggman wird immer, wenn er wütend ist, zu einem kleinen Knuddeltier…

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Thigolf

Geschrieben von: Thigolf

Verliebte sich 2004 in die Reihe, als er im Elektrohandel die Flugfertigkeiten des zweigeschweiften Fuchses in Advance 3 ausprobieren durfte, bis er dann mit Rush Adventure komplett zum Fan wurde. Seit Anfang 2014 ist er als Redakteur bei Spindash dabei und kümmert sich nun primär um die Reviews der Boom-Serie, wo es ihm die Dachsdame Sticks und der leicht anders charakterisierte Tails besonders angetan hat.

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