Sega: Wir können es nicht jedem Recht machen

In einem Interview mit dem neuen Marketing Chef von Sega of America, Mike Hayes, gibt dieser zu, dass egal wie man ein Sonic Spiel entwickelt – man kann nur eine Gruppe von Fans zufrieden gestellt. Dabei werden Langzeitfans leider nicht mehr berücksichtigt.

Gaming-Blog Kotaku konnte Mike Hayes interviewen. Er ist seit dem Ausstieg von Simon Jeffrey seit einigen Wochen neuer Marketing-Chef von Sega of America und zugleich nach wie vor Marketing-Chef von Sega of Europe. Nun zusammengefasst als „Sega West“.

 

Als erstes wurde Sean Radcliffe (Vize-Marketing-Chef) über das neuste Werk, Sonic Unleashed zitiert, wie Sega die Reaktionen der Fans auf den Werehog beachtet hat.

 

„Wenn man all diese Dinge liest, und das tun wir – vielleicht nicht jedes einzelne , aber das meiste – dann ist es erstaunlich was für Hetzreden man findet. Aber zeigt man es einer Gruppe von 8-,9-,10-jährigen Jungen, ist es eine ganze andere Geschichte.“

 

Dazu bekennt Mike Hayes, dass man einfach nciht jeden zufrieden stellen kann.

 

„Wenn wir das alles lesen, müssten wir alles sein für alle Sonic Spieler, und das ist einfach eine schwierige Angelegenheit. Zu versuchen alle Wünsche in ein Spiel zu stecken und damit jeden glücklich machen ist unmöglich. Und ich denke das wird auch immer so bleiben.“

 

In welche Richtung Sega nun schon seit einiger Zeit geht, beschreibt Hayes damit, dass man sich die bisherigen Sonic Spiele anschauen sollte. Damit ist auch klar welche Zielgruppe in erster Linie angesprochen wird:

 

„Es ist so ziemlich die Zielgruppe der 12-jährigen und darunter. Und was wir tun müssen ist ein Sonic Spiel zu produzieren was eine Qualität hat, die in erster Linie diesem Publikum zusagt. Ich kann dies nur bestätigen, denn mit Sonic Heroes für PS2 sowie Mario & Sonic 1 für Wii und DS haben wir das erreicht. Ich denke irgendwie hat es auch Sonic und die Geheimen Ringe für Wii geschafft. Und ich denke Sonic und der Schwarze Ritter war ein gutes Spiel.“

 

Weniger zufrieden ist Hayes mit Sonic Titeln die für die High End Konsolen Xbox 360 sowie PS3 erschienen:

 

„Ich glaube wir hatten echte Schwierigkeiten mit Sonic the Hedgehog (2006) und Unleashed. Sonic the Hedgehog (2006) verkaufte sich außerordentlich gut mit einem Budgetpreis. Es ist also ziemlich klar, dass es bei einem jungen Publikum gut ankommt. Aber an erster Stelle müssen wir ein Qualitätsprodukt für diese Käufer machen. Bedeutet ein Qualitätsspiel gleich ist ein 90%-Titel? Nun, sicherlich nicht. Es muss einfach die Qualität haben die angemessen für die Zielgruppe ist. Und dann gibt es noch unsere Core-Fans (Langzeitfans) und was wir tun müssen ist ab und zu ein Sonic Titel zu veröffentlichen der gerade diese Fans anspricht.“

 

Gerade diese Core-Fans fühlen sich oft von Sega schlecht behandelt und kritisieren am meisten. Um auch diese zufrieden zu stellen schlägt Hayes vor:

 

„Oft kann man auf Neuveröffentlichungen von alten Sonics zurückgreifen. Sie sind sehr beliebt. Fans mögen sowas.“

 

Auf den Vorschlag von Kotaku die Sonic Marke zurück zu den Wurzeln zu bringen so wie Nintendo es mit dem kommenden Wii Titel „New Super Mario Bros. Wii“ mit ihrer Mario Marke macht, meint Hayes, dass es Unterschiede zwischen Sonics und Marios Werdegang in der Videospielgeschichte gibt:

 

„In seinen großen Tagen war Sonic das heutige Modern Warefare (Call of Duty). Es war in anderen Worten die kantige und erwachsenere Speilreihe die einfach cooler als Mario war.“

In den fünf Jahren die Hayes damals bei Nintendo arbeitete war Mario immer die Spielzeug-Marke:

„Obwohl Mario so erfolgreich war sahen wir neidisch zu Sega mit deren Vorreiter. Nun hat sich die Welt weitergedreht seit Sonic solche Erfolge verbucht hat. sonic kann gegen ein Modern Warefare 2 nicht ankommen. Es klappt einfach nicht. Wogegen Mario nie Probleme hatte diese Zielgruppe anzusprechen.“

 

Ein Spiel wie New Super Mario Bros. sei laut Hayes nicht geplant, auch nicht eine Wiederkehr zu Sonics Wurzeln und somit eine Weiterführung seines alten Stils, so wie Nintendo es mit Mario schon seit Anbeginn macht.

 

„Sie [Nintento] hatten ihre konstante Strategie. Wogegen wir mit Sonic, ich denke mach muss ihn zu einer anderen Zielgruppe bringen. Sonic muss durch eine Metamorphose gehen wie ein Spiel was man designed.“

 

Fazit: Wer also bereits seit Jahren treu zu Sonic steht und darauf hofft, Sega würde nun auch mal auf die Fan-Wünsche eingehen, der muss einfach seine Erwartungen runterschrauben und schauen was für ein Spiel Sega für 12 Jährige entwickelt und sich damit zufrieden stellen. Sorry, aber ein 3D Remake von den alten Mega Drive Spielen würde doch wirklich kein 8-jähriger Junge kaufen, geschweige denn darüber staunen.

 

Link: Kotaku.com

 

Geschrieben von: Spark

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort